7. Tag: Vardø, Vadsø, Kirkenes, Vardø, Båtsfjord, Berlevåg

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Wir kehrten in Kirkenes um und fahren jetzt wieder zurück. Dabei steuern wir einige Häfen nicht an, aber dafür ein paar andere. Die Rückfahrt ist um minimal schneller. Die Stops sind kürzer.

Erstmal sind wir aber in Kirkenes angekommen. Das Wetter war zwar noch kälter als gestern, aber wenigstens schaute heute die Sonne ein wenig heraus.

Auch in Norwegen ist heute Feiertag. Im Hafen wurden wir von einer Kapelle empfangen.

Viel gibt es auch in Kirkenes nicht zu sehen. Der Ort war im 2. Weltkrieg Opfer von 320 Bombenangriff. Dabei sind fast alle Häuser zerstört worden. Kirkenes war aber auch der erste Ort, der 1944 von der Sowjetarmee befreit wurde. Dem würde auch ein Denkmal gesetzt. Daß die russische Grenze nicht weit weg ist, sieht man. An einigen Stellen sind Läden oder auch Straßen in kyrillischen Buchstaben zusätzlich beschriftet. Ansonsten gibt es noch eine Kirche und auf dem Marktplatz ist eine kleine Ausstellung mit Bilder von Ellisif Wessel. Vom Stadtspaziergang war ich nach etwas über 1 Stunde zurück.

Zur Mittagszeit ging es dann auf den Rückweg mit nächstem Halt in Vardø, dem Ort den wir am Morgen verpasst haben. 1 Stunde Aufenthalt ließ auch hier nicht viel Gestaltungsfreiraum. Festung, Kapelle und Kirche. Für das von mir eingeplante Hexenmahnmal blieb keine Zeit. Und das Wetter hier war sehr wechselhaft. Einfahrt in den Hafen bei Sonnenschein, nach dem Aussteigen kam Schnee, dann wieder Sonne, 5 Minuten vor dem Auslaufen wieder Schnee und dann kam auch gleich wieder die Sonne raus.

Zurück auf der Barentsee zeigt sie sich von ihrerer leicht rauen Seite. Das stampft ein wenig mehr als gestern noch. Einigen scheint das nicht zu bekommen, denn der Panoramasalon ist relativ leer.

Das Abendessen gab es mal wieder vorgezogen, aber doch erst 20 Uhr. Als Vorspeise gab es eingelegten Hering, der Hauptgang war Rentier und die Nachspeise Waffelecken mit Vanillecreme und Rhabarbermus. Das hört sich alles nicht nur gut, das war es auch.

20 Uhr war auch der Zeitpunkt unseres Zwischenhalts in Båtsfjord. Während wir am Kai lagen, zog ein Schneegestöber auf. Das verfolgte uns auch aus dem Fjord raus und weiter bis kurz vor Berlevåg und hinterließ auf Deck eine ordentliche Schneeschicht. Ein Wahnsinnskontrast zu den fast 20°C von vor einer Woche.

Und Berlevåg ist auch der letzte Stop des Tages. Wie vor 24h. Nur diesmal treffen wir auf die Polarlys, welche wir zu Beginn der Reise verschlafen haben.

2 Kommentare zu „7. Tag: Vardø, Vadsø, Kirkenes, Vardø, Båtsfjord, Berlevåg

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  1. Das kurze Video auf der Barentsee war sehr beeindruckend. Ist niemand seekrank geworden?
    Die anderen Bilder, die im Sonnenschein geschossen sind, lassen alles in ganz anderem Licht erscheinen. Die vermitteln sehr positive Stimmung. Und der Anblick von Felsen und Meer ist fantastisch!

  2. Das Video mit der Blaskapelle zur Begrüßung fand ich herrlich, eine nette Geste. Besonders der Mann mit den Becken hat sehr lebhaft agiert – wenn er gerade mal dran war. Kirkenes hat immer noch viele Zeichen der ehemaligen deutschen Besatzung und der folgenden Schäden. Dementsprechend gibt es viele Denkmale.Die Betrachtung des starken Seegangs im Wohnzimmer macht mir nichts aus. Aber selbst wollte ich nicht dabei sein. Den Höhenunterschied konnte ich gut anhand der Geländerstange erkennen.
    Bei der Vorbeifahrt der Polarlys standen deren Passagiere alle auf der einen Seite und winkten, sicher so, wie das auf Spree und Elbe usw. üblich ist.
    Auf der Weiterfahrt Richtung Süden wird sich das Wetter hoffentlich von der besseren Seite zeigen, ohne Schneefall und Kälte. Aber das gehörte zu einer solchen Fahrt auch dazu.

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